Würzburg, 15. Januar 2017

Faire Entschädigung für dauerhafte Schäden

Junge Liberalen unterstützen den Bauernverband bei seiner Forderung

Die Jungen Liberalen Unterfranken sprechen sich für eine dauerhafte Entschädigung der von SuedLink-Trassen betroffenen Grundbesitzer aus. Sie fordern daher die Regierung von Unterfranken auf, sich bei der Staats- und Bundesregierung dafür einzusetzen. Dazu erklärt der Bezirksvorsitzende Max Bruder: „Die betroffenen Grundbesitzer mit einer dauerhaften Entschädigung zu vergüten ist nur fair. Vor allem bei der Landwirtschaft ist schließlich auch mit dauerhaften Schäden und Ertragsausfall zu rechnen. Damit die Energiewende gerecht abläuft muss es also auch eine jährliche Zahlung geben.“

Im geplanten Verlauf der SuedLink-Trasse ist Unterfranken auf jeden Fall betroffen. Dabei sollen vor allem die landwirtschaftlich geprägten Landkreise wie Schweinfurt und Würzburg betroffen sein. Da sich gegen oberirdische Leitungen erheblicher Widerstand bildete sollen die neuen Stromtrassen in den Boden eingelassen werden, was jeweils eine Breite von 150 Metern betrifft. „Grundbesitzer haben mit dieser Trasse und der einhergehenden Erderwärmung mit jährlichen Ernteausfällen zu kämpfen. Außerdem darf das Land nicht mehr bebaut werden und eventuelle Sanierungsarbeiten an den Leitungen machen ein erneutes Bearbeiten des Bodens nötig. Dieser massive Eingriff in das Eigentumsrecht kann nicht einfach mit einer Einmalzahlung abgespeist werden.“

Die Jungen Liberalen stehen klar zur Energiewende. Jedoch wollen sie im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft faire Spielregeln für alle. „Dass die Energieleitungen ohne Alternative sind ist mir durchaus bewusst, jedoch dürfen dabei nicht die verschiedenen Interessen der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt werden. Wir wollen fairen Wettbewerb und stehen für das Recht auf Eigentum, deshalb setzen wir uns für eine dauerhafte Entschädigung ein“, meint Max Bruder abschließend.