Würzburg, 7. August 2004

Unterstützung für US-Präsidentschaftskandidat John Kerry

Die Jungen Liberalen Unterfranken fordern die wahlberechtigten US-amerikanischen Bürger auf,
am 2. November, dem Tag der Präsidentschaftswahl, wählen zu gehen und für den demokratischen Kandidaten John Kerry zu votieren, um eine weitere Legislaturperiode der Bush-Administration zu verhindern.

Begründung:
Am bestehenden US-amerikanischen Wahlsystem, bei dem nicht die tatsächliche Stimmenmehrheit, sondern lediglich die strategische Mehrheit an Wahlmännern ausschlaggebend für den Wahlsieger und damit dem Präsidenten ist, können wir nichts ändern.
Als demokratische Jugendorganisation, die für ein offenes, liberales und friedliches Weltbild wirbt und arbeitet, können wir aber zumindest Partei ergreifen und uns offen zur einer Unterstützung des Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei in den USA, John Kerry, gegenüber dem bisherigen Präsidenten George W. Bush (Republikaner) bekennen.
Dies aus verschiedenen Gründen:
1:1.) John Kerry und seine demokratische Anhängerschaft kommen unseren Ansichten und politische Einstellungen näher. Demokratie, Freiheit, Wertneutralität, friedliche Außenpolitik, Umweltschutz und Toleranz finden sich in unseren Vorstellungen wieder.

2:2.) Die Angst ein demokratischer Präsident könnte aufgrund der sozialeren Politik der wirtschaft einen negativen Stoß versetzen und nach den US-Märkten auch die deutsche Börse negativ beeinflussen ist unbegründet. Kerry wird mittlerweile von vielen führenden Unternehmern der USA unterstützt, die noch bei der letzten Präsidentschaftswahl Bush unterstützten.
Die Wirtschaft hat also keinen Grund zur Sorge.
Des weiteren wird sich eine Unabhängigkeit gegenüber den amerikanischen Groß-Industrie, den Öl-Riesen und sonstigen Milliardären sicherlich eher als produktiv erweisen.

3:3.) George W. Bush hat in seiner bisherigen Amtszeit mehr als bewiesen, wie unfähig er ist, einen Staat mit derartigem Einfluss verantwortungsbewusst zu lenken. Der gegen die einhellige Meinung der UN begonnene Irak-Krieg ist nur ein Beispiel dafür, welches durch die Medien besondere Aufmerksamkeit bekam. Doch auch im Inneren ließ Bush wenig von der gepriesenen amerikanischen Demokratie übrig. Allein sein zweifelhafter und umstrittener Wahlerfolg spricht für sich. Der Datenschutz wurde stark eingeschränkt und die Ereignisse in Guantanamo reihen sich in die Kette ein. Bush und seine Clique aus Radikal-Konservativen, autoritären Militaristen und christlichen Fundamentalisten verdienen von liberaler Seite keine Unterstützung.