Erlenbach, 5. Mai 2012

Förderung statt Diskriminierung in bayerischen Lehrplänen!

Die Jungen Liberalen Unterfranken fordern, dass das bayrische Staatsministerium für Unterricht und Kultus bis zum Beginn des Schuljahres im September 2014 die Lehrpläne für alle vom Land Bayern beaufsichtigten Schulen dahingehend überarbeitet, dass Lebenspartnerschaften (sog. Homo-Ehen) als vollwertige Lebensgestaltung dargestellt werden. Der vom Grundgesetz verlangte besondere Schutz für Ehen und Familien soll sich auch auf Lebenspartnerschaften erstrecken. An die Stelle der Formulierung "Sicherung des Fortbestands der Gemeinschaft" und ähnlichen Formeln soll das Ziel der dauerhaften Übernahme von Verantwortung füreinander als kleinste Einheit der Gesellschaft treten.

Das Kultusministerium wird im Rahmen der Überarbeitung der Lehrpläne und Richtlinien bis 2014 die fachdidaktischen Maßstäbe in den Fächern Sozialkunde, Biologie, Deutsch und lebenden Fremdsprachen um geeignete Themen erweitern, die den Schülern ein vorurteilsfreies Miteinander ermöglichen. Themen, die lesbischen, schwulen, bi-, trans- und intersexuellen Jugendlichen während der entsprechenden Phase des Erwachsenwerdens möglicherweise begegnen, sollen vorbereitend im Unterricht erarbeitet werden.